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Zahnarzt München Berg am Laim Blick in den Gang der Zahnarztpraxis Dr. Philipp

Wie ist der Ablauf einer Wurzelbehandlung?

Zuerst steht die (evtl. notwendige) Schmerzbehandlung im Fokus. Nach einer lokalen Anästhesie (Spritze), wird der Zahn eröffnet (aufgebohrt), die Wurzelkanäle auf Durchgängigkeit geprüft, Reste des Zahnnervs grob entfernt und ein Medikament (je nach Ausgangssituation) eingebracht und der Zahn mit einer einfachen provisorischen Füllung verschlossen. Hat sich bereits ein Abzess mit dicker Backe, geschwollenen Lymphknoten oder gar Schluckbeschwerden gebildet, wird zusätzlich ein Antibiotikum verschrieben.

Diese Maßnahme verschafft dem Patienten ca. 2-3 Wochen Schmerzfreiheit. In dieser Zeit muss die Frage geklärt werden, ob der Zahn behandelt oder entfernt werden soll. Dazu erhält der Patient einen Kostenvoranschlag für die geplante Wurzelkanalbehandlung.

Entscheidet sich der Patient für den Erhalt des Zahnes, werden/wird der/die Wurzelkanal/kanäle aufbereitet. (ein Backenzahn hat mehr Wurzelkanäle und Zahnwurzeln als ein Frontzahn)

Aufbereitung des Kanals

Aufbereiten bedeutet, dass nach einer lokalen Anästhesie der Zahn im Inneren bearbeitet wird. Zunächst wird ein sogenannter Gleitpfad bis zur Wurzelspitze geschaffen. Die korrekte Länge dieses Pfades wird mit der elektronischen Längenmessung (Widerstandsimpedanzmessung) gewährleistet.

Anhand dieses Gleitpfades werden nacheinander größer werdende Feilen benutzt um den Kanal zu erweitern. Ist der Wurzelkanal dann auf eine gewisse Größe erweitert, stellt dies das Ende der mechanischen Bearbeitung dar und es wird ein Kontrollröntgenbild mit Messstiften angefertigt um die doppelte Überprüfung (elektronische Längenmessung und Röntgenbild) der korrekten Aufbereitungslänge zu haben. Anschließend beginnt die chemische Desinfektion mittels verschiedener Spülflüssigkeiten. Ist dies abgeschlossen wird ein Medikament in den Kanal eingebracht, sowie der Zahn erneut provisorisch verschlossen.

Medikamentöse Desinfektion

Die chemische und medikamentöse Desinfektion des Zahnes mit den dazugehörigen Spülprotokollen und unterschiedlichen Medikamenten ist ein wichtiger Arbeitsschritt, denn die mechanische Aufbereitung allein erreicht nur ca. 50% des Kanalsystems. Jedoch müssen alle Bereiche des Wurzelkanalsystems desinfiziert werden, damit das Behandlungsergebnis über Jahre stabil bleibt.

Die folgenden Bilder der Homepage https://transparentmacher.de/transparentmacher-transparentmacher.html zeigen die originale Anatomie von Wurzelkanalsystemen und sollen die Komplexität einer solchen Behandlung verdeutlichen:

Nachdem das Medikament Zeit hatte einzuwirken (meistens eine Woche) erscheint der Patient zu einer kürzeren Sitzung erneut in der Praxis. Dort wird überprüft ob der Zahn auf Druck beschwerdefrei geworden ist, oder anderweitige Symptome vorhanden sind.

Ist der Zahn nicht beschwerde- und symptomfrei, wird der Kanal erneut gespült und ein frisches Medikament eingebracht. Ein erneuter Termin zur Wiedervorstellung nach ca. einer Woche wird vereinbart um dann erneut zu prüfen, ob der Zahn noch Probleme macht.

Zahnfüllung und Kronen

Dies wird wiederholt, bis der Zahn beschwerde- und symptomfrei ist. Dann wird der Wurzelkanal gefüllt und der Zahn mit einer bakteriendichten dentinadhäsiven Kunstoff-Keramischen Füllung verschlossen. Damit ist die Wurzelkanalbehandlung an sich abgeschlossen.

Durch die große Füllung und der damit einhergehenden strukturellen Schwächung des Zahnes gegenüber den Kaudrücken, sollten wurzelkanalbehandelte Zähne eine Krone aus dem zahntechnischen Labor erhalten.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Versiegelung durch die Füllung über die Zeit hinweg durch Mikrospalten verloren geht und erneut Bakterien in das Innere des Zahnes gelangen und die Wurzelfüllung , welche aus Guttapercha besteht und somit porös ist, erneut infizieren. Dann beginnt der gleiche Krankheitsprozess erneut, obwohl bereits eine Wurzelkanalbehandlung erfolgt ist. Die Therapie eines bereits behandelten Zahnes stellt sich jedoch ungleich schwieriger dar.

Ohne der Überkronung eines wurzelkanalbehandelten Zahnes besteht ausserdem auch die Gefahr des Bruchs des Zahnes. Ist dabei auch die Zahnwurzel gebrochen, muss der Zahn im Ganzen entfernt werden muss.

Ein unglückliches Ende, wenn man die Zeit und das Geld bedenkt, was man vorab die Erhaltung des Zahnes investiert hat.

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gesundheitstipp

Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) ist wissenschaftlich anerkannt und trägt – regelmäßig angewendet – zur Vorbeugung vor Karies und Zahnfleischentzündung (Parodontitis) bei. Bei der PZR werden die Zähne gereinigt und poliert, auch an Stellen, wo die Zahnbürste nicht hinkommt.

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