Knochenaufbau am Kiefer - Implantologie Spezialist in München

Zahnimplantate können nur erfolgreich eingesetzt werden, wenn ausreichend Knochenmaterial vorhanden ist. Für einen festen Halt ist es sehr wichtig, dass rund um das Implantat Knochensubstanz von 1 bis 2 Millimetern vorhanden ist. Je dünner der Knochen ist, desto höher die Gefahr, dass das Zahnimplantat wieder ausfällt. Für Patienten, die im Ober- und Unterkiefer unter Knochenschwund leiden, bieten wir darum in unserer Praxis in München verschiedene Knochenaufbaumethoden vor der eigentlichen Implantation an. Unsere Zahnärzte Dres. Philipp beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten.

Zahnarztpraxis in München in Berg am Laim im Behandlungsraum

Materialien für den Knochenaufbau

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Kieferknochen wieder aufzubauen. In unserer Praxis in München arbeiten wir hier mit patienteneigenem, fremdem, aber natürlichem oder synthetischem Knochenmaterial. Alle Materialen sind vielfach erprobt, sicher und sehr gut verträglich.

Patienteneigenes Ersatzmaterial entsteht oftmals beim Bohren der Implantate. Diese Knochenspäne können wir direkt verwenden, um kleine Defekte zu beheben. Bei größeren Schäden wird hingegen Knochenmaterial vom Beckenkamm oder dem Kinn entnommen. Fremdes, aber natürliches Material stammt in der Regel von Rindern und ist als Medizinprodukt zugelassen. Synthetisches Knochenersatzmaterial besteht hingegen aus verschiedenen Stoffen – etwa Kalziumsulfat, Glaskeramik oder Polymere. Zu guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit, Knochen einzusetzen, der von einem menschlichen Spender stammt. Dies ist vor allem bei starken Defekten notwendig – etwa im Zuge eines Knochenblocktransplantats.

Je nachdem, woraus das Knochenersatzmaterial bestehet, wird unterschieden:

  • autologes Knochenmaterial stammt vom Patienten selbst
  • allogenes Knochenmaterial stammt von einem Fremdspender
  • xenogenes Knochenmaterial stammt von Tieren
  • synthetisches Knochenmaterial wird künstlich hergestellt

Welches Material schließlich zum Einsatz kommt, hängt von der Größe des Defekts, der Anzahl der zu ersetzenden Zähne und den Wünschen des Patienten ab.

Ihre Experten für den Knochenaufbau in München

Dr. Günter Philipp Zahnarzt München

Dr. med. dent. Günter Philipp

Zahnarzt & Implantologe

Dr. med. dent. Günter Philipp ist seit über 40 Jahren in der Zahnmedizin tätig. Neben seinem Schwerpunkt, der Implantologie, ist er auch für alle gängigen Knochenaufbaumaßnahmen - vom Sinuslift bis hin zum Knochenblock - Ihr Experte in München. Dank langjähriger Erfahrung sind Sie bei ihm in sicheren Händen und erhalten eine umfassende Beratung zum Thema Knochenaufbau.

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Dr. Sebastian Philipp Zahnarzt München

Dr. med. dent. Sebastian Philipp

Zahnarzt & Implantologe

Dr. med. dent. Sebastian Philipp ist ebenfalls Ihr Ansprechpartner rund um gesunde, feste Zähne. Durch stetige Weiterbildung bringt er viel Know-How zum Knochenaufbau mit und berät Sie zu den Möglichkeiten der modernen Implantologie. Sein Ziel ist es, auch in schwierigen Fällen Zahnimplantate für seine Patienten zu ermöglichen.

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Knochenaufbau in München – Mögliche Methoden

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um verloren gegangenen Knochen vor einer Implantation wieder aufzubauen. Die Art der Behandlung richtet sich dabei nach dem Umfang des Defekts und den Wünschen des Patienten. Ebenfalls ausschlaggebend ist die Frage, welcher Kiefer aufgebaut werden muss. Nicht alle Methoden des Knochenaufbaus kommen für den Unterkiefer und Oberkiefer infrage. Vor dem Knochenaufbau führen wir ein persönliches Beratungsgespräch in unserer Praxis und untersuchen den vorhandenen Knochen mittels Digitaler Volumentomographie (DVT). Wichtig ist hier auch die Abklärung der Krankengeschichte des Patienten, um einen sicheren Knochenaufbau zu ermöglichen.

Die Knochenanlagerung kommt bei kleinen Defekten zum Einsatz. In der Regel können wir diese Art des Knochenaufbaus gemeinsam mit der Implantation durchführen. Dafür werden die Knochenspäne, die bei der Bohrung für das Implantat entstehen direkt in den entstandenen Hohlraum eingefügt und stützen damit die künstliche Zahnwurzel. Nach dem Einsetzen ummanteln wird den Knochenbereich mit einer speziellen Membran. Diese unterstützt den Knochen bei der Heilung.

Es ist hierbei möglich, die körpereigenen Knochenspäne des Patienten mit Knochenersatzmaterial anzureichern. Das ist etwa notwendig, wenn der Defekt etwas größer ist und die Menge der Knochenspänen nicht ausreichend ist.

Die Kosten für die Knochenanlagerung betragen zwischen 70 und 300 Euro.

Dieses Verfahren kommt bei großen Defekten zum Einsatz. Dabei wird am Kinn, Kieferwinkel oder der Hüfte ein Knochenblock entnommen und anschließend am Kieferkamm wieder eingesetzt. Insbesondere der Eingriff im Bereich des Beckens muss gesondert in einer Klinik durchgeführt werden. Sobald das Transplantat entnommen wurde, kann es von einem spezialisierten MKG-Chirurgen eingesetzt werden. Mittels kleiner Schrauben wird das Transplantat befestigt und anschließend mit einer resorbierbaren Membran abgedeckt. Nach etwa drei Monaten ist das Transplantat in der Regel eingeheilt. Dann können die Schrauben entfernt und das Implantat von den Dres. Philipp eingesetzt werden.

Dieses Verfahren ist sehr aufwändig und für Patienten mit Schmerzen aufgrund der Knochenentnahme verbunden. Neben körpereigenen Knochentransplantat greifen wir darum wann immer möglich auf einen synthetischen Knochenblock oder Spenderknochen zurück. Auf diese Weise wird die Behandlung für Patienten angenehmer, aber nichtsdestotrotz sehr aufwändig.

Gut zu wissen: Ein Knochenblock oder Beckenkammtransplantat muss nur sehr selten eingesetzt werden. Meist sind weniger invasive Maßnahmen ausreichend, um einen schmalen Kieferkamm auszugleichen.

Eine Versorgung mittels Knochenblock kostet zwischen 350 und 700 Euro, das Beckenkammtransplantat kostet etwa 5000 Euro.

Bei einer Distraktionsosteogenes wird auf körperfremdes Material verzichtet. Am Beginn steht eine kontrollierte Teilung des Knochens. Anschließend wird ein so genannter Distraktor eingebracht. Dieser weitet den Spalt zwischen den beiden Knochenanteilen täglich minimal und regt den Knochen damit stetig zur Produktion von neuem Knochen an. Sobald der schmale Kiefer eine optimale Dicke erreicht hat, wird der Distraktor wieder entfernt und das Implantat findet dann festen Halt im eigenen Knochen.

Gut zu wissen: Dieses Verfahren ist sehr aufwändig und muss über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Aus diesem Grund wählen wir in unserer zahnärztlichen Praxis in München in der Regel andere Optionen des Kieferknochenaufbaus. Die Kosten für die Distraktion liegen zwischen 1400 und 2000 Euro.

Bonespreading und Bonesplitting sind ein häufig angewendetes Verfahren, um den Kieferknochen zu verbreitern. Je nachdem, ob im Oberkiefer oder im Unterkiefer gearbeitet wird, spricht man von Bonespreading bzw. Bonesplitting. Dabei eröffnet der Zahnarzt die Schleimhaut und spaltet bzw. spreizt den Kieferknochen im entsprechenden Bereich vorsichtig auf. In den entstandenen Spalt können dann die Implantate eingesetzt werden. Die Hohlräume links und rechts vom Implantat werden entweder mit körpereigenem oder künstlichen Knochen aufgefüllt. Auch hier schützt eine entsprechende Membran den Kieferknochen und kurbelt die Einheilung an.

Ein Sinuslift wird nur im Oberkiefer durchgeführt. Ist zu wenig Knochenmaterial vorhanden, kann der knöcherne Boden der Kieferhöhle mit Ersatzmaterial gefüllt werden. Auf diese Weise entsteht ein dickerer Knochen, in welchen die Zahnimplantate dann eingesetzt werden können. Je nachdem, wie stark der Knochenverlust ist und wie viele Implantate eingesetzt werden führen unsere Zahnärzte einen internen oder externen Sinuslift durch.

Beim internen Sinuslift wird das Knochenersatzmaterial direkt durch die Bohrung für das Implantat eingebracht. Das Verfahren ist damit sehr schonend, erreicht jedoch schnell seine Grenzen und kann daher nur bei kleineren Defekten eingesetzt werden. Der externe Sinuslift wird hingegen über die Mundhöhle durchgeführt. Hierfür wird ein kleines Loch in der Mundhöhle gesetzt und anschließend kann das Knochenersatzmaterial auf diesem Wege in die Kieferhöhle eingebracht werden. Nach 4 bis 6 Monaten ist es dann möglich, das Zahnimplantat in den Kiefer einzusetzen.

Gut zu wissen: Ein interner Sinuslift kostet bis zu 500 Euro, ein externer Sinuslift bis zu 1200 Euro.

Wie kommt es zum Abbau von Kieferknochen?

Der Abbau des Kieferknochens hat viele verschiedene Ursachen. In den meisten Fällen ist eine vorangegangene Parodontitis oder jahrelang bestehende Zahnlücken der Auslöser für den Rückgang des Knochens. Entzündliche Prozesse schädigen den Knochen ebenso wie fehlende Belastung durch das Kauen. Folgende Ursachen können einen Knochenabbau verursachen:

  • Genetische Vorbelastung
  • Osteoporose
  • Parodontitis
  • Zahnlücken, die über längere Zeit hinweg bestehen
  • verschiedene Medikamente
  • Alter & Geschlecht
Beispiel einer Brücke - Dres. Philipp in München

Alternativen zum Knochenaufbau: Brücken & Prothesen

Patienten, die sich festsitzenden Zahnersatz wünschen, einen aufwändigen Knochenaufbau jedoch ablehnen, können wir mit einer Brücke oder einer Prothese versorgen. Die Brücke wird dabei an so genannten Pfeilerzähnen fixiert, die als stabile Basis dienen. Mit einer Brücke können bis zu vier Zahnlücken versorgt werden – bei Freiendbrücken sind es meist 2 Zähne.

Mit Prothesen arbeiten wir, wenn nicht ausreichend Zähne, die als Brückenpfeiler dienen können, vorhanden sind. Es gibt zwei Arten von Prothesen. Die einen arbeiten mit einer Klammerkonstruktion und sind bei Patienten weniger beliebt, weil die Klammern für das Gegenüber sichtbar sind und die gesunden Zähne auf Dauer geschädigt werden können. Alternativ dazu bieten wir in unserer Praxis ein Stecksystem an. So genannte Teleskopprothesen bieten einen sicheren Halt und werden auch hohen Ansprüchen an Ästhetik und Komfort gerecht. Sie sehen den natürlichen Zähnen zum Verwechseln ähnlich.

Wichtig: Auch wenn kein Knochenaufbau gewünscht ist – die Ursache für den Knochenrückgang sollte, wann immer möglich, behoben werden.

 

In unserer Praxis in München finden wir individuelle Lösungen für jeden Patienten.

Wir besprechen alle Schritte mit Ihnen und erläutern die Vorteile und eventuelle Nachteile von Zahnimplantaten und einem Knochenaufbau. Auf dieser Basis können Sie anschließend eine fundierte Entscheidung – sowohl für ein Implantat als auch für einen eventuellen Knochenaufbau im Vorfeld treffen. Entscheiden Sie sich gegen ein Implantat, schlagen wir Ihnen alternative Lösungen vor.

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