Was kostet ein Zahnimplantat?

Zahnarzt Dr. Philipp in München Berg am Laim

Ein Zahnverlust kann die Lebensqualität erheblich einschränken und bei Betroffenen ein Schamgefühl auslösen – vor allem, wenn ein oder mehrere Zähne im sichtbaren Bereich betroffen sind. Umso wichtiger ist es, schnell für einen adäquaten Zahnersatz zu sorgen. Eine für die benachbarten Zähne besonders schonende und ästhetische Methode ist der Einsatz von Zahnimplantaten. Sie werden fest im Kiefer verankert, bieten einen hohen Tragekomfort und beugen Knochenschwund vor. Im Vergleich zu anderen Behandlungen bei Zahnverlust sind die Kosten für Implantate jedoch höher.

Was kostet ein Zahnimplantat?

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Der Preis für ein Zahnimplantat lässt sich nicht pauschal beziffern, denn er hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B. der individuellen Zahnsituation ab und setzt sich zudem aus mehreren Posten zusammen.

Zu den Faktoren, die Einfluss auf den Preis haben, gehört zunächst die individuelle Ausgangssituation des Patienten. Für die Beurteilung des Zahnzustands ist es wichtig, ob die Lücke eines einzelnen Zahns geschlossen werden soll oder mehrere Zähne fehlen. Zudem spielt es eine Rolle, ob Oberkiefer und/oder Unterkiefer betroffen sind. Oder muss sogar ein komplett zahnloser Kiefer mit Implantaten versorgt werden? Die Diagnosestellung kann in manchen Fällen sehr schnell und eindeutig erfolgen, in anderen sind aufwendigere Untersuchungen erforderlich.

Ebenfalls zu berücksichtigen ist, ob vor der Implantation eine Behandlung (z. B. von Parodontitis) erfolgen muss oder ein Knochenaufbau erforderlich ist. Beides erhöht den Behandlungsaufwand und damit auch die Kosten.

Liegen alle relevanten Informationen vor und haben Sie sich für Zahnimplantate als Verankerungsmethode für ihren Zahnersatz entschieden, gilt es, die passende Implantatplanung zu erstellen. Denn letztendlich müssen ja Implantate und der Zahnersatz aufeinander abgestimmt werden.

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Handelt es sich zum Beispiel um festsitzenden Zahnersatz wie Kronen oder Brücken, können diese aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Die kostengünstigere Variante besteht aus einer Metalllegierung ohne Edelmetall, alternativ gibt es edelmetallhaltige Legierungen mit oder ohne keramischer Verblendung oder Vollkeramischer Zahnersatz, also metallfrei. Letztere erfüllen selbst höchste ästhetische Ansprüche und sind ideal für Patienten, die eine Metallunverträglichkeit haben.

Die gewählte Methode und Anzahl sowie die Art der Implantate und des damit zusammenhängenden Zahnersatzes hat ebenso einen Einfluss auf die Kosten wie die notwendige Anzahl der Behandlungstermine bzw. Eingriffe und die Art der Betäubung. Darüber hinaus gibt es verschiedene Leistungen, die optional erbracht werden können und sich ebenfalls im Preis der Zahnimplantate niederschlagen.

Auf einen Blick: Diese Faktoren haben Einfluss auf die Kosten

– Umfang der vorbereitenden Behandlung(en)
– Aufbau des Kieferknochens erforderlich
– Anzahl der Implantate
– Material und Art des Zahnersatzes

Aus diesen einzelnen Posten ergibt sich der Gesamtpreis für die Implantatversorgung.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Zahnimplantate?

Zahnimplantate sind nicht Teil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen. Die implantologischen Leistungen, also das chirurgische Einsetzen der Zahnimplantate, wird von gesetzlich versicherten Patienten zunächst immer als Privatrechnung selbst bezahlt.

Ist eine private Zahnzusatzversicherung vorhanden, welche Implantate abdeckt, können die Privatkosten gemäß dem Versicherungsvertrag von der Zusatzversicherung übernommen werden.

Anders sieht es dann beim Zahnersatz aus, der anschließend auf das eingeheilte Implantat gesetzt wird. Die Krankenkasse bezahlt bei Zahnersatz immer nur einen bestimmten Zuschuss, den sogenannten Festzuschuss. Dessen Höhe orientiert sich an den Kosten der einfachsten Versorgung, die sogenannte Regelversorgung. Die einfachste Versorgung wird im Sozialgesetzbuch mit „ausreichend“ (Schulnote 4), „wirtschaftlich“ (günstigste Materialien) und „zweckmäßig“ (nur wenn notwendig)“ beschrieben. Diese einfachste Behandlung wird aber nicht zu 100% bezahlt, sondern erstmal nur zu 60%. Wenn Sie ein Bonusheft führen und die letzten 5 oder 10 Jahre regelmäßig einmal jährlich zur zahnärztlichen Kontrolle gegangen sind, erhöht sich der Festzuschuss auf 70% (5 Jahre) oder 75% (10 Jahre) der Kosten der einfachsten Versorgung (Regelversorgung).

Das heißt: Wenn Sie ein Zahnimplantat einer herkömmlichen Brücke oder Prothese vorziehen, bezahlt Ihre Krankenkasse 60% (ohne Bonusheft) des Betrages, wie sie für die Brücke oder Prothese in der einfachsten Variante bezahlt hätte, auch wenn Sie sich für eine ganz andere Therapieform entscheiden. Die übrigen Kosten müssen die Patienten selbst tragen (Eigenanteil) bzw. können – je nach Tarif – von einer Zahnzusatzversicherung bezahlt werden. Wenn Sie keine Zusatzversicherung besitzen und die Behandlungskosten Ihren finanziellen Rahmen sprengen würden, besteht die Möglichkeit, die Behandlung zu finanzieren. Hierzu können Sie uns gerne persönlich ansprechen. Gemeinsam finden wir eine Lösung.

Ausnahme: Wenn die herkömmliche Versorgung mit einer Brücke oder Prothese aus medizinischer Sicht nicht zielführend ist oder aus bestimmten Gründen sogar ausgeschlossen werden muss, besteht für die Implantate ein medizinischer Bedarf. In diesem Fall übernimmt die Krankenkasse einen größeren Anteil der Behandlungskosten des Zahnersatzes, der Festzuschuss wird anders berechnet und die Krankenkasse zahlt etwas mehr.

Was zahlt die Private Krankenversicherung?

Bei den Privaten Krankenversicherungen kann die Erstattung für Zahnimplantate je nach Anbieter und Tarif stark variieren. In manchen Tarifen ist eine 100%-ige Erstattung der Kosten möglich, bei vielen Privatversicherten werden jedoch 60-80 % der Kosten erstattet. Angesichts der großen Unterschiede empfehlen wir vor Behandlungsbeginn Rücksprache mit Ihrer Versicherung zu halten, um zu erfahren, welche Kosten auf Sie zukommen.

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Was kostet ein Einzelzahnimplantat?

Ein Einzelzahnimplantat (ein Implantat und eine Krone) ist eine sehr gute Lösung zum Verschließen einer klassischen Zahnlücke. Für die reine Implantation, also das Einsetzen des Implantats, fallen in der Regel Kosten in Höhe von ca. 1.000 Euro an. Hinzu kommen die Kosten für die in einem deutschen Meisterlabor angefertigte Krone, die etwa ebenso hoch ausfallen.

Die Höhe der Kosten hängt jedoch auch davon ab, ob sich die Lücke im Seitenzahnbereich oder im sichtbaren Frontzahnbereich befindet. Letzteres muss höhere ästhetische Anforderungen erfüllen und ist entsprechend aufwendiger. Außerdem muss der Zahnersatz im sichtbaren Bereich mit einer keramischen (also zahnfarbenen) Verblendung versehen sein, damit er nicht auf den ersten Blick als solcher zu erkennen ist. Das wissen auch die Krankenkassen, die deshalb für den Zahnersatz im sichtbaren Bereich einen höheren Zuschuss gewähren.
Die Kostenunterschiede rangieren hier im Bereich von 100-200 EUR.

Als grobe Orientierung: Die Kosten für ein einfaches Zahnimplantat liegen bei etwa 1.900 bis 2.500 Euro (pro Implantat mit Krone). Die Kosten für die Diagnostik, 3D-Planung und Bohrschablone sowie gegebenenfalls noch Kosten für einen Knochenaufbau stellen hier die Variablen dar. Einfache Fälle haben niedrigere Kosten, komplizierte Fälle sind preislich intensiver.

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Was kosten 2 Zahnimplantate?

Das zweite Implantat ist in der Regel günstiger als das erste, denn einige Posten wie die Planung und der OP-Zuschlag fallen bei der Implantatversorgung nur ein einziges Mal an. Wie hoch die Kosten für 2 Zahnimplantate sind, hängt jedoch nicht nur von dem Behandlungsaufwand und dem gewählten Material, sondern auch davon ab, ob es sich um zwei Einzelzahnlücken handelt, ober ob die Lücke zwei nebeneinanderliegende Zähne betrifft.

Für zwei Einzelzahnlücken lässt sich der Zuschuss der Krankenkassen einfach verdoppeln, denn die Krankenversicherung bezuschusst jede Lücke. Das bedeutet aber auch, dass der Zuschuss bei einer einzigen größeren Lücke kleiner ausfällt, da es sich hier um eine einzelne Lücke handelt. Wie groß diese Lücke ist, spielt keine Rolle. Das gilt sowohl für zahnbegrenzte Lücken im Front- oder Seitenzahnbereich als auch für sogenannte Freiendlücken. Eine Freiendlücke liegt dann vor, wenn die letzten Backenzähne fehlen.

So belaufen sich die Kosten für 2 Implantate (Lücke / Freiende) auf ungefähr 3.400 bis zu 4.800 Euro. Für 2 Implantate im Frontzahnbereich sind mit etwas höheren Kosten aufgrund der Ästhetik zu rechnen.

Hinweis: Wenn an beiden Seiten eine Freiendsituation vorliegt, sind in der Regel mindestens 4 Implantate nötig. Die Regelversorgung der Krankenkasse für eine solche Situation ist eine Teleskopprothese oder Klammerprothese, die an den letzten Zähnen der Zahnreihe befestigt wird. An ihr orientiert sich der Kostenzuschuss für den Zahnersatz gemäß dem Festzuschusssystem.

Was kostet die Implantation bei einem komplett zahnlosen Kiefer?

Bei einem komplett zahnlosen Kiefer werden mindestens 2, besser jedoch 4 Implantate oder mehr im Unterkiefer und mindestens 4 besser jedoch 6 Implantate oder mehr im Oberkiefer eingesetzt, um der Prothese oder den Zahnkronen/brücken einen sicheren Halt zu ermöglichen. Wie hoch die Kosten hierfür sind, hängt zum einen von der Anzahl der Implantate, aber auch davon ab, ob die Implantate einen herausnehmbaren oder festsitzenden Zahnersatz tragen sollen. Der Zuschuss der Krankenkasse bei Zahnlosigkeit ist für den Unterkiefer etwas höher als für den Oberkiefer. Er bleibt jedoch immer gleich – unabhängig davon, ob Sie sich für einen festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz entscheiden oder ob Sie 2, 4, oder 6 Implantate benötigen.

Zu den kostengünstigeren Befestigungsmöglichkeiten eines herausnehmbaren implantatgetragenen Zahnersatzes gehören Kugelkopfankerprothesen oder auch Locatorenprothesen (industriell hergestellte konfektionierte Bauteile, gleiche Befestigungsart aber andere Retentionsform). Die Kosten für diese Prothesen variieren je nach Anzahl der Implantate / Befestigungsmechanismen von ca. 3000 bis ca. 6000 Euro. Für eine Stegprothese ist mit noch höheren Kosten zu rechnen. Am teuersten und elegantesten sind Teleskopprothesen oder individuell angefertigte Steggeschiebe.

Eine inzwischen etablierte und beliebte Methode ist das All-on-4(R)-Konzept. Mit diesem Verfahren lässt sich bei vollständiger Zahnlosigkeit (oder auch bei drohendem Zahnverlust) mit nur 4 Implantaten ein gesamter Zahnbogen ersetzen. Die vier Implantate (jeweils 2 im Front- und Seitenzahnbereich) werden in möglichst geneigter Stellung in den Kieferknochen eingesetzt. Das hat den Vorteil, dass die Krafteinwirkung auf die vorhandene Knochensubstanz optimal gestaltet wird und selten zusätzlicher Knochenaufbau erforderlich ist. Das und die geringere Anzahl von Implantaten, die in der Regel in einer Behandlungssitzung eingesetzt werden, führt dazu, dass diese Methode im Vergleich zur Standard-Implantatversorgung kostengünstiger ist.

Was kostet ein Zahnimplantat mit Knochenaufbau?

Nicht immer reicht die vorhandene Knochensubstanz aus, um ein Implantat stabil zu halten. Eine solche Situation finden wir häufig bei Patienten, bei denen der Zahnverlust schon länger besteht. Denn in dieser Zeit schreitet durch die nicht mehr vorhandene Zahnwurzel im Kiefer der Knochenabbau immer weiter voran. In diesem Fall muss zuerst ein Knochenaufbau erfolgen, damit überhaupt ausreichend Knochenmasse vorhanden ist, in die ein Implantat eingesetzt werden kann. Hierzu stehen in der zahnärztlichen Chirurgie verschiedene Verfahren zur Verfügung, für deren einzelne Bestandteile mit den folgenden Kosten zu rechnen ist:

– Knochenanlagerung: ca. 70-300 Euro
– Knochenblocktransplantat: ca. 350-700 Euro
– Distraktion: ca. 1.400 bis 2.200 Euro
– Beckenkammtransplantat: ca. 5.000 Euro

Ein in der Chirurgie sehr häufig angewendetes Verfahren ist der sogenannte Sinuslift, der sich für den Knochenaufbau im seitlichen Oberkiefer eignet. Dabei wird unter die gelöste Kieferhöhlenschleimhaut ein Knochenersatzmaterial in die Kieferhöhle eingebracht, das der Körper mit der Zeit in Knochen umwandelt. Eine solche Behandlung kostet etwa 300 bis 1.200 Euro, wobei zwischen internem und externem Sinuslift unterschieden wird:

Bei dem internen Sinuslift muss der Kieferhöhlenboden nur minimal (d. h. wenige Millimeter) angehoben werden. Das hierfür nötige Knochenersatzmaterial kann über den Bohrkanal eingebracht werden, der für das Implantat angelegt wurde. Das hat den Vorteil, dass Sinuslift und Implantation gleichzeitig erfolgen können und kein zusätzlicher Aufwand bzw. Behandlungstermin nötig ist. Ein interner Sinuslift kostet etwa 300-500 Euro.

Deutlich aufwendiger ist der externe Sinuslift. Er ist erforderlich, wenn mehr als 3 Millimeter Knochenhöhe aufgebaut werden muss. Die Menge Knochenersatzmaterial, die hierfür nötig ist, lässt sich nicht mehr über das Bohrloch für das Implantat einbringen. Es muss ein separater Zugang geschaffen werden. In manchen Fällen kann gleichzeitig das Implantat gesetzt werden. Meistens muss das Einsetzen des Implantats jedoch an einem zweiten Termin erfolgen. Der höhere Aufwand dieser Methode schlägt sich auch im Preis nieder: Ein externer Sinuslift kostet zwischen 600 und 1.200 Euro.

Sollte ein Knochenaufbau erforderlich sein, müssen die Patienten diesen Teil der Behandlung selbst bezahlen, da die gesetzliche Krankenkasse die Kosten hierfür nicht übernimmt. Bei der privaten Krankenversicherung ist die Übernahme der Kosten vom jeweiligen Vertrag abhängig. Das gilt auch für eine eventuell vorhandene Zahnzusatzversicherung. Fragen Sie im Zweifelsfall vor Behandlungsbeginn bei dem zuständigen Ansprechpartner Ihrer Versicherung nach.

Zahnimplantate vom Spezialisten

Wenn auch Sie sich für Zahnimplantate interessieren, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Gerne beantworten wir all Ihre Fragen und stehen Ihnen beim Thema Implantate gerne mit Rat und Tat zur Seite. Vereinbaren Sie doch einfach ein persönliches Beratungsgespräch in unserer Praxis und erfahren Sie alle wichtigen Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten. Dazu gehören auch die zu erwartenden Kosten.

Vor allem bei Behandlungen, bei denen die Krankenkasse nicht alle Kosten übernimmt und Sie als Patient einen Eigenanteil finanzieren müssen, ist uns eine vollkommene Kostentransparenz wichtig. Deshalb erstellen wir für Sie einen individuellen Kostenvoranschlag (schriftlich), dem Sie mit Ihrer Unterschrift zustimmen müssen, bevor wir mit der Behandlung beginnen.

Bei uns stehen Sie als Patient im Mittelpunkt, deshalb nehmen wir uns viel Zeit für persönliche Beratungsgespräche und eine umfassende Diagnostik. Unser Ziel ist es, für jeden Patienten die optimale Lösung zu realisieren, damit Sie lange Freude an Ihren Zähnen oder dem Zahnersatz haben. Deshalb bieten wir Ihnen:

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– Persönliche Beratung
– Individuelles Behandlungskonzept
– Hochwertigen Zahnersatz

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