Wurzelbehandlung in München

Zahnarzt Dr. Philipp in München Berg am Laim

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Was ist eine Wurzelbehandlung?

Eine Wurzelkanalbehandlung, auch Wurzelbehandlung genannt, ist eine zahnärztliche Vorgehensweise. Das Ziel der Wurzelkanalbehandlung ist die Entfernung eines entzündeten oder toten Nervmaterials, die komplette Desinfektion des kompliziert gestalteten Nervraums mit anschließender Wurzelfüllung und dem bakteriendichten Verschluss des Zahns, zunächst mit einer dentinadhäsiven Füllung und anschließend einer Krone, um den Zahn langfristig zu schützen.

Im folgenden Video sehen Sie, wie ein Zahn aufgebaut ist:

Verhalten nach der Wurzelbehandlung

Nach einer Wurzelbehandlung wird der Zahn meist mit einer provisorischen Füllung verschlossen, während die medikamentöse Einlage wirken kann. Dieser Verschluss wird am Termin der Wurzelfüllung wieder entfernt und ist daher oft ein einfacher Verschluss auf Gipsbasis und muss noch aushärten.

Außerdem hat man i.d.R. eine Anästhesie zur Behandlung erhalten. Aus diesen Gründen sollte man nach der Wurzelbehandlung nichts Essen bis der Verschluss hart ist und man wieder das volle Gefühl zurückerlangt hat, das dauert ca. 2-3 Stunden.

Danach sollte man etwas auch vorsichtig sein, dass man mit dem Zahn nicht zu harte Sachen kaut, da zum einen der provisorische Verschluss nicht so stabil ist, aber auch um den Zahn nicht zu sehr unter Kaudruckspannung zu setzen, der Zahn wurde aufgebohrt und von innen her bearbeitet, das bringt eine erhöhte Bruchgefahr mit sich.

Sport und körperliche Anstrengung kann man nach eigenem Gefühl ausüben, solange keine Wurzelspitzenresektion oder andere Operation zusätzlich durchgeführt wurde. Durch sportliche Betätigung steigt der Blutdruck und der ist zunächst nur für eine genähte Wunde ein Risiko, da es dadurch zu Nachblutungen kommen kann. Ohne Operation kann man ggf. bei Sport den Puls am Zahn spüren, schließlich ist eine erhöhte Durchblutung des Infektionsgeschehens zur Heilung notwendig, solange der Puls nicht schmerzhaft wird, kann auch weiter Sport betrieben werden.

Eine Ausnahme ist gegeben, wenn man vom Zahnarzt krankgeschrieben wurde, dann sollte man Sport und körperliche Anstrengung vermeiden oder gering halten. Eine Krankschreibung erfolgt aber auch sowieso nur bei einer Operation oder einem sehr schmerzhaften Verlauf einer akuten Entzündung, meistens ist an Sport natürlicherweise nicht zu denken. Die Krankschreibung umfasst bei Wurzelbehandlungen in unserer Praxis in München meistens 1-3 Tage, denn entweder ist die Situation dann ruhig und man ist wieder leistungsfähig, oder man muss sowieso einen Notfalltermin wahrnehmen bei der neben der erneuten Wurzelbehandlung eine weitere Krankschreibung als Folgebescheinigung je nach Ausgangssituation ausgestellt wird.

Gesundheitstipp

Zu viel Säuren in Nahrungsmitteln (diese werden zum Beispiel meist künstlichen Getränken zugesetzt oder als Konservierungsstoff verwendet) können den Zähnen stärker schaden als Zucker.

Was hilft bei Schmerzen nach einer Wurzelbehandlung?

Zunächst muss unterschieden werden, ob die Schmerzen nach der Wurzelkanalbehandlung auftreten, oder nach dem Abschluss einer Wurzelbehandlung. Die Wurzelkanalbehandlung ist die Instrumentierung des Wurzelkanals, der Abschluss der Wurzelbehandlung stellt die Wurzelfüllung dar. Ist die Wurzelbehandlung noch nicht durch eine Wurzelfüllung abgeschlossen, können je nach Ausgangssituation und Infektionsgrad unterschiedlich lange noch Schmerzen am Zahn auftreten.

Es kann also sein, dass der Zahn gar keine Schmerzen nach der Wurzelbehandlung hat, oder noch leichte Aufbissschmerzen für 1-3 Tage bestehen, oder auch moderate Schmerzen für 3-7 Tage bestehen. Wichtig in dieser Phase ist nicht unbedingt, ob Schmerzen auftreten, sondern wie sich diese Schmerzen verändern. Fällt zum Beispiel das Schmerzlevel von Tag zu Tag, ist alles in Ordnung, man muss den Heilungsvorgang einfach abwarten und sich ggf. eine Schmerzmedikation vom Zahnarzt verschreiben lassen.

Nehmen die Schmerzen aber kontinuierlich zu, so sollte man rasch Rücksprache mit der Zahnarztpraxis halten und sich seine Termine für die nächsten Tage, wenn möglich flexibel gestalten. Die zunehmenden Schmerzen sind ein Zeichen dafür, dass sich der Zahn nicht im Heilungsprozess befindet und das Immunsystem die Sache noch nicht ganz im Griff hat. Ein kurzer Notfalltermin mit erneuter Spülung und medikamentöser Einlage des Wurzelkanals sind dann in der Regel ausreichend. Leider ist es jedoch bei Wurzelbehandlungen auch manchmal notwendig mittels ausgeprägter Schmerzmedikation und zusätzlicher Antibiotikatherapie die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

Diese Fälle sind aber glücklicherweise selten. Generell gilt, dass man den Verlauf einer Wurzelbehandlung nicht ganz vorhersehen kann, und nur ein gutes Behandlungskonzept den langfristigen Erfolg liefert. So kann es auch sein, dass man öfters als 1-2 mal die medikamentöse Einlage wechseln muss. Der Zahn sollte aber nach 3 Monaten Behandlungszeit zur Ruhe kommen, ansonsten bestehen oft noch weitere Aspekte, die den Heilungsverlauf beeinträchtigen. Ein Zahn sollte zudem nicht wurzelgefüllt werden, solange er nicht schmerzfrei ist.

Zahnarzt Berg am Laim

Eine grundsätzlich andere Situation ist gegeben, wenn der Zahn bereits eine Wurzelbehandlung bekommen hat und somit wurzelgefüllt ist. Der Unterschied liegt darin, dass man als Zahnarzt keinen Zugang mehr zur Infektion hat, da der Wurzelkanal ja gefüllt wurde. Man kann die Infektion nur noch über das Blut mit Antibiotika behandeln und wenn notwendig eine Schmerzmedikation verschreiben.

Diese Behandlung ist nicht nachhaltig, weil die Ursache, also die Bakterien im Wurzelkanalsystem, nicht beseitigt werden. Die Antibiotika helfen das Infektionsgeschehen außerhalb des Zahnes unter Kontrolle zu bekommen, aber können nicht in den Zahn eindringen. Damit lässt sich die Situation kurzfristig ruhigstellen, wird man jedoch anderweitig krank oder geschwächt, wird auch das Immunsystem belastet und die Wahrscheinlichkeit, dass die Infektion wieder schmerzhaft wird, steigt an.

Unerkannte Infektion

Oft gibt es einen Phase von leichten Schmerzen an einem wurzelkanalbehandelten Zahn, wenn man krank geworden ist oder in einer Stressphase steckt. Diese Schmerzen sind dann “andere Schmerzen” als die bekannten Zahnschmerzen und verschwinden wieder nach ein paar Tagen, wenn sich das Immunsystem erholen konnte. Tritt diese Situation nach einer Wurzelbehandlung öfters auf, ist ein Röntgenbild der Wurzel zum Abklären einer chronischen Entzündung ratsam.

Warum werden Zähne nach einer Wurzelbehandlung dunkel?

Info

Bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnnerv entfernt – der Zahn lebt dann nicht mehr und wird nach Abschluss der Desinfektions des Wurzelkanalsystems mit einem Wurzelfüllmaterial (Guttapercha) verschlossen. Die natürliche Anatomie des Dentins (Wurzelmaterial) ist porös, es gibt kleine Kanäle die von Innen nach Aussen verlaufen. Nur so sind z.B. empfindliche Zahnhälse überhaupt möglich, weil der lebendige Nerv aus der Mitte des Zahnes über die Dentintubuli die Reize an der Wurzeloberfläche wahrnehmen kann. Füllt man einen Wurzelkanal beim Abschluss der Wurzelbehandlung, muss das Wurzelfüllmaterial nach Einbringen in den Wurzelkanal gekürzt werden und die Zahnkrone (der sichtbare Teil) aufgefüllt werden.

Zahn

In unserer Praxis in München wird die Wurzelbehandlung immer mit einer dentinadhäsive Deckfüllung beendet, das sorgt für einen bakteriendichten Verschluss und sichert so das Desinfektionsergebnis. Wird das Wurzelfüllmaterial vorher nicht bis unter das entsprechende Knochenniveau gekürzt, dringen mit der Zeit Stoffe aus der Wurzelfüllung, die für die Materialeigenschaften des Wurzelfüllmaterials wichtig sind, in die Dentintubuli ein und verfärben den Zahn. Diese Verfärbung kann dann nur noch mit einem internen Bleaching oder einer Krone beseitigt werden, wobei die Krone zusätzlich den Zahn gegenüber den Kaudruckspannungen vor Frakturen schützt und ein internes Bleaching eher weiter zur Destabilisierung beiträgt.

Röntgenbild (1)
Röntgenbild (2)

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